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24
Feb
10

Oz: Bondi, Blue Mountains, Melbourne

Viel ist passiert, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Beispielsweise waren wir am Bondi Beach, der etwa 40 Minuten von der Innenstand Sydneys entfernt ist und an dem sich viele Surfer und Badebegeisterte tummeln. Allerdings sind wir an einem regnerischen Tag hingekommen und so hat mich der Strand nicht so fasziniert. Natürlich ist es auch teuer, am Strand etwas zu essen. Die Pizza Margherita kostet da etwa ab 18$ aufwärts. Wir haben also nur einen Oreo McFlurry gefuttert, haben uns alles angeschaut und sind etwas herumgewandert und dann wieder zurückgefahren. Das Busfahren in Sydney ist insofern etwas schwierig, da die Stationen nicht durchgesagt werden und auch selten angeschrieben sind. Ich sehe da Verbesserungsbedarf.

An einem anderen Tag haben wir eine Exkursion zum Featherdale Wildlife Park gemacht. Man muß dazu von Sydney aus mit dem Zug etwa eine Stunde fahren, bis nach Blacktown, und dann in einen Bus umsteigen. Klingt komplizierter, als es ist. Das tolle am Featherdale Park ist, daß die Wallabys da zum Teil frei herumlaufen und man sie streicheln kann und Fotos machen kann. Auch ein Koala sitzt immer gesondert draußen auf einem Bäumchen, damit sich die Touristen mit ihm ablichten lassen können und sein flauschiges Fell anfassen können. Im Gegensatz zu anderen Parks kostet das auch nicht extra. Es gibt viele Koalas und Wallabys im Featherdale Park, Pinguine, Wombats, einige Flughunde und Ameisenbären, Emus (die auch frei herumlaufen), Dingos, Kassoware und ein paar Tasmanische Teufel. Insgesamt wirkt der Park etwas provinzieller als Sydney Wildlife World, und die Vogelkäfige behindern die Sicht auf selbige schon recht stark. Aber ich finde, der Park lohnt sich alleine für die Wallabys und Koalas. Und die Wombats sind auch besonders süß, aber leider sind die offenbar bissig und deshalb laufen sie nicht frei herum und man darf sie auch nicht streicheln.

Zu guter Letzt haben wir auch noch einen Ausflug in die Blue Mountains gemacht, was recht anstrengend aber lohnend war. Dahin braucht man ca. 2 Stunden mit dem Zug (nach Katoomba) und von dort kann man zum Echo Point laufen, wo man eine tolle Aussicht hat, wenn man sich erstmal durch die Touristen kämpft (von denen wir natürlich auch welche waren :)). Da sieht man dann auch die Three Sisters, drei markante Felsen, und bei den Three Sisters geht dann auch der Giant Stairway bis nach unten ins Tal auf den Waldboden. Der hat etwa 900 Stufen und das ist auch beim Herunterlaufen erstaunlich anstrengend. Viele gehen ihn hinunter, da sieht man dann nichts außergewöhnliches, und dann laufen sie die 900 Stufen wieder hoch. Puh! Wir sind stattdessen den Weg im Tal entlang und dann später mit einem kleinen Abteil auf Rädern nach oben gefahren für 10$. Das allein war schon eine Erfahrung, weil das kleine Wägelchen wirklich sehr steil nach oben hochgezogen wird. Dann sind wir noch bei den Katoomba Falls vorbei und zurück nach Katoomba zum Bahnhof. Im Prinzip sind wir den ganzen Tag gelaufen, außer der einen oder anderen kurzen Rast auf einer Bank. Kein Wunder, daß ich dann am nächsten Tag Muskelkater hatte.

Inzwischen sind wir nach Melbourne weitergereist, wo mein Internetzugang etwas beschränkt ist. Zum Glück gibt es im Federation Square kostenloses WiFi, sonst wäre ich ja ganz abgeschnitten… (jaja, die Sucht).

In Melbourne ist es etwas langweiliger als in Sydney und die Stadt ist an sich auch nicht so schön. Aber wir waren gestern im Polizeimuseum, was mir sehr gut gefallen hat und jetzt weiß ich endlich mehr über den Ned Kelly, der von manchen hier als Held gefeiert wird, dabei war er eigentlich nur ein brutaler Verbrecher.

Unser Hostel ist so laut, daß wir nicht mal mitbekommen haben, als direkt vor unserem Fenster ein Lastwagen umgefallen ist. Wir haben uns nur zu früh über den Baustellenlärm geärgert und als wir aus dem Fenster sahen, lag ein umgestürzter Anhänger da und all der Müll, den er geladen hatte, lag auf der Straße und wurde gerade mit Baggern aufgeräumt. Der Laster viel praktischer Weise direkt auf die Straßenbahngleise.

Das waren so die Geschehnisse der letzten Tage. :)