Archive for the 'Uncategorized' Category

31
Mrz
10

Oz: St. Kilda und teure Frappuccinos

Gestern waren wir in St. Kilda [Wikipedia], dem Stadteil Melbournes, wo sich der Strand befindet. Bzw. einem Stadteil, der sich am Strand befindet. Wie dem auch sei, entweder wir haben uns an den falschen Strand begeben, oder St. Kilda hat wirklich nicht so viel anzubieten. Der Strand war relativ leer und nicht gerade sauber. Außerdem gab es einen Luna Park, der zwar aufregender war, als der in Sydney, aber trotzdem war er nicht besonders spektakulär.

Hellarious

Äh... okay...

Es gab auch Boxautos im Luna Park, aber sie sind eigentlich eher im-Kreis-fahr-Autos. Nicht, daß da mal jemand die Richtung wechselt oder gar jemanden rammt, das wäre ja unvorstellbar.

Bumper Cars

Im Uhrzeigersinn und niemanden rammen!

Wenigstens gab es ein akzeptables Pizza in St. Kilda.

Heute haben wir bisher eigentlich noch nichts Signifikantes gemacht, waren jedoch im Starbucks, um uns die Zeit zu vertreiben. Herrje, die Inflation, liebe Leute… Vor zwei Tagen war der Grande Caramel Frappuccino noch für $5,50 zu haben, heute kostet er schon $5,90. Da bleibt mir nur noch eines zu sagen:

PLEASE SEND CASH!

26
Mrz
10

Oz: Nacht in der Herberge

Hier möchte ich mal letzte Nacht in der Herberge festhalten.

22:10 Uhr – Nachdem eine Mitbewohnerin früh raus muß, ist aus Solidaritätschon kurz nach 22 Uhr Licht aus.

22:10 Uhr – 22:50 Uhr: Rachel-Maddow-Podcast auf meinem MP4-Player.

23 Uhr – 0:00 Uhr – Unruhiger Schlaf.

0:00 Uhr – Irgendwer schmeißt irgendwo was runter und ich wache auf.

0:15 Uhr – 2:17 Uhr: Schlaf.

2:17 Uhr – 2:30 Uhr – Italiener stürmen in die Lounge vor der Tür. Man hört jedes Wort. Sie reden und reden, und jeder redet immer lauter, weil seine Meinung wichtiger ist, als die aller anderen und ja, um 2:17 Uhr morgens, von allen gehört werden muß. Mein Haß auf die ruhestörenden Italiener wächst.

2:40 Uhr – 3:44 Uhr – Unruhiger Schlaf.

3:44 Uhr – 4:05 Uhr – Ein nervtötender, lauter Engländer spricht in der Lounge lautstark am Telefon darüber, daß er sein Konto überzogen hat, weil er so viel für Drogen ausgegeben hat, daß er seinen „best mate“ vermißt, daß irgendeine einem Joe gesagt hätte, daß sie ihn noch liebt, daß er sich so schuldig fühlt, etc. etc. etc. etc. etc. Mein Haß auf den Engländer wächst. Ich halte mir die Ohren zu, aber sein Stimmorgan ist zu laut. Gegen 4:05 Uhr geht ihm das Geld auf dem Telefon aus und er muß aufhören. Endlich.

4:05 – 4:40 Uhr – Ich werfe mich hin und her und kann nicht mehr einschlafen. Mir fällt der Artikel über Amanda Seyfried ein, in dem sie darüber geredet hat, daß sie nur Spinat zum Mittagessen hat, weil sie sonst fett wird und keine Rollen im Film mehr bekommt. Ich denke mir, sie könnte doch auch Karottensuppe essen. Dann denke ich mir, wieso ich um 4 Uhr morgens an die seltsamen Essgewohnheiten irgendwelcher Schauspielerinnen denken muß und werfe mich wieder im Bett herum.

4:40 Uhr – 5:00 Uhr: Mein Magen knurrt. Ich überlege mir, einen Keks zu essen, wofür ich allerdings aus dem quietschenden Stockwerbett klettern müßte, was vermutlich alle Zimmergenossinen aufwecken würde. Außerdem sind die Kekse bei meiner Schwester im Schließfach und ich weiß ihre Kombination nicht.

5:01 Uhr – Jemand geht aufs Klo und läßt auf dem Hin- und Rückweg alle Türen knallen.

5:01 – 5:17 Uhr – Ich denke daran, wie ich mal beinah mal auf der Fußmatte übernachten mußte, nachdem ich um 4 Uhr morgens heimgekommen war und keinen Schlüssel hatte. Das ständige Geklingel an der Tür hat sämtliche anwesende Verwandte kalt gelassen und erst nach gut 20 Minuten ist doch mal jemand aus seinem Schlaf erwacht.

5:17 Uhr – Meine Schwester murmelt Zeug im Schlaf.

5:30 – 6 Uhr – Unruhiger Schlaf.

6 Uhr – Unsere eine Zimmergenossin steht auf und schmeißt irgendwas herunter. Ich bin hellwach.

6:30 Uhr – 8 Uhr – Schlaf.

8 Uhr – Der Wecker klingelt und meine Schwester bemerkt, wie lange und fest sie die Nacht durchgeschlafen hat. O_o

25
Mrz
10

Oz: Fotos aus Melbourne

Hier sind ein paar Fotos, die ich gezipt bei Megaupload hochgeladen habe. Das geheime Passwort ist das gleiche, wie letztes Mal. (Passwortanfragen bitte per eMail an mich.)

http://www.megaupload.com/?d=J10IUTM9

Ein paar Anmerkungen zu den Fotos:
Die Schokoriegel „Dairy Milk Caramello“ und „White Knight“ haben wir probiert, aber beide waren nichts besonderes und sind nicht empfehlenswert. Das Ginger Beer habe ich auch probiert, aber es schmeckt nicht sehr gut. Es wäre okay, wenn es nicht so einen starken Ingwernachgeschmack hätte.
Im King Street Backpackers schlafen meine Schwester und ich auf den oberen Betten, und wie man vielleicht erkennen kann, „wohnt“ auf dem unteren linken Bett eine. Sie scheint unter der Woche zu Arbeiten und schon länger hier zu sein und offenbar hat sie auch nicht die Absicht, bald auszuziehen. Ihr Zeug liegt überall neben und unter ihrem Bett verstreut. Aber man sieht sie nicht oft, sie ist praktisch nur zum Schlafen im Zimmer.
Das Sars „Sarsaparilla“-Getränk habe ich ebenfalls probiert, in meinem Bestreben, die australischen Produkte kennenzulernen, aber das Zeug ist noch schlimmer als das Ingwerbier und man weiß auch nicht wirklich, woraus es besteht. Shapes Barbecue Cracker sind aber recht gut, ebenfalls die White Hungarian Salami und der Joghurt. Den Twinings-Tee kannte ich schon von daheim. Mjamjamjam.
Flinders Station ist ein riesiger Bahnhof und wenn man sich die Fotos genau anschaut, sieht man die vielen Uhren, die über dem Eingang sind und die Abfahrtszeiten der Züge anzeigen. Das Foto ist allerdings nicht so toll. Es war halt auch ein grauer Tag…
Am Federation Square sind diese komischen Kastengebäude. Die sind eher Geschmackssache. Aber es gibt am Fed Square ja kostenloses WiFi, also verbringen wir da viel Zeit. In Bild 3723 sieht man den 7-11 – das ist das Geschäft, bei dem der Typ in der neongelben Jacke steht. Da haben wir uns schon öfter mal einen Icy Pole (ein australisches Wassereis für $1) gekauft, aber seit der Modenschau neulich ist kein Icy Pole mehr zu finden. Meine Theorie ist ja, daß die ganzen ausgehungerten Models die Icy Poles weggefressen haben. Aber der 7-11-Angestellte hat mir versichert, daß sie irgendwann wieder Icy Poles bekommen.
Auf den Eureka Tower kann man rauf, bis in den 88. Stock. Kostet so um die $14, wenn ich mich recht erinnere, was ich etwas teuer finde dafür, daß man eigentlich nur mal mit dem Aufzug rauffährt und dann etwas herumläuft und wieder runterfährt. Aber der Maintower in Frankfurt ist auch teuer. Beide Sachen würde ich aber in den jeweiligen Städten auf jeden Fall mal besuchen, bei gutem Wetter.
In Bild 3745 sieht man ein Mädchen mit Laptop sitzen. Da sitzen wir auch immer. Morgens ist es da schön schattig und man hat vollen WiFi-Empfang. :)
Das Forum ist natürlich deshalb wichtig, weil Tegan and Sara dort auftreten werden. Bis vor kurzem hing da auch noch ein Sainthood-Poster, aber das haben sie natürlich weggemacht, bevor ich es fotografieren konnte. Ich nehme aber stark an, daß es wieder aufgehängt wird, wenn erstmal das Comedy Festival vorbei ist.
Das ACMI ist das Australian Center for the Moving Image. Da ist ein interessantes Museum drin, in das man kostenlos rein darf, und da wird die Geschichte des Fernsehens erzählt und die Geschichte der Australier im Film und es gibt ein Replikat des „Mad Max“-Autos und man kann ein „Bullet Time“-Video machen, das allerdings nicht ganz so professionell aussieht. Und einen 3D-Fernseher gibt es auch.

Abschließend ist zu erwähnen, daß ich mich heute früh sehr ärgern mußte, weil jemand unsere Salami aus dem Kühlschrank gestohlen (oder sehr gut versteckt) hat. Dabei freue ich mich seit gestern auf die gute, teure Salami zum Frühstück. Ich hoffe, der Salamidieb  stirbt einen langsamen, qualvollen Tod bekommt Montezumas Rache zu spüren.

16
Mrz
10

Oz: Melbourne Update

Es ist mal wieder Zeit für einen ordentlichen Eintrag in meinem Blog. Wie ich schon geschrieben habe, sind wir mit einem Mietauto von Melbourne über die Great Ocean Road bis zu den Grampians gefahren. Besser gesagt ist meine Schwester gefahren, ganz ohne einen Unfall zu bauen, obwohl sie das Linksfahren und Rechtssitzen nicht gewöhnt ist. Ich habe mich auch kurz am Fahren versucht und bin gleich im nächsten Graben gelandet (er hat sich angeschlichen). Passiert ist zum Glück nichts weiter, aber es hat auch nicht meinen Wunsch geweckt, öfter links zu fahren.

Mein kleines Fahrabenteuer war in Apollo Bay, einer schönen kleinen Stadt („Dorf“ trifft es vielleicht eher) an der Great Ocean Road. Da gibt es eine YHA Jugendherberge, das Eco Hostel, das mit Rücksicht auf die Umwelt gebaut wurde, sozusagen. Es hat Sonnenkollektoren auf dem Dach, es hat eine Wurmfarm, die Wände sind aus dickem Zement, um die Wärme drinnen oder draußen zu lassen, und außerdem sieht das Hostel auch schön aus. Ruhig war es auch. Angeblich kann man dort umsonst wohnen, wenn man im Gegenzug ein paar Stunden am Tag dort arbeitet, was sich in diesem Hostel relativ verlockend anhört. In anderen Hostels geht das schon auch, aber wenn man dann in einem geschäftigen Hostel die Klos putzen muß, die die Besoffenen nachts nicht getroffen haben, ist das kein so verlockendes Angebot mehr.

Wir sind also bis zu den Grampians gefahren, die auch hübsch waren. Es gibt da Aussichtspunkte und Wanderwege und einen Wasserfall, der im Nichts endet (bzw. das Wasser verschwindet unterirdisch), und wir haben uns ein paar Sachen angeschaut, soviel wir eben Zeit hatten. Einen Tag später ging’s aber wieder nach Melbourne, wo wir jetzt im Exford Hotel weilen. Am 18. ziehen wir in ein anderes Hostel um und mir graut schon davor, den schweren Rucksack durch die halbe Stadt zu tragen. Man sollte meinen, bei all dem Gewandere und Geschleppe bekomme ich mal ordentlich Kondition und Beinmuskeln. Aber trotzdem bin ich immer etwas k.o., wenn ich mich hier in den 3. Stock geschleppt habe.

Ansonsten hat jetzt die Arbeitssuche offiziell begonnen, wenn sie auch erstmal langsam vorangeht. Wir waren bei einer Arbeitsvermittlungsfirma (Randstad), die aber offenbar nicht auf Besuch eingestellt war. Sie haben uns eine Visitenkarte gegeben und gesagt, wir sollen uns online registrieren. Ich habe mich dann bei einer anderen Firma online registriert, da Randstad hier keine Übersetzer vermittelt. Nicht, daß ich so versessen darauf wäre, als Übersetzerin zu arbeiten. Ich bin da flexibel. Ich hätte auch nichts dagegen, am Casino zu arbeiten, aber die suchen offenbar Leute, die dort Karriere machen wollen. Als Typistin wäre ich sicher auch geeignet. Oder als Extra beim Film? Ich werde die Anzeigen im Auge behalten und bin mal gespannt, was sich ergibt. Ich bin bereits angesprochen worden, ob ich nicht Leute überreden will, für wohltätige Zwecke zu spenden (mit Basisgehalt und Bonus bei Erfolg), aber ich weiß nicht, ob ich dafür die richtige Persönlichkeit habe. Ansonsten sucht Subway noch „Sandwich Artists“ und das Obstpflücken bleibt eine letzte Alternative. Insgeheim hoffe ich, daß ich irgendwo in einem klimatisierten Büro Akten kopieren kann oder so. Man wird sehen.

Abschließend kann ich sagen, daß die etwa 30 Grad, die es heute hatte, fast schon zuviel waren und daß wir in letzter Zeit nicht so kreativ sind, wie wir den Tag verbringen. Heute sind wir mal ins Ian Potter Centre, in dem man kostenlos australische Kunst anschauen kann, die mich aber nicht so fasziniert hat. Ansonsten gab’s eine langweilige Modevorführung am Federation Square und wir sind viel im Schatten gesessen, abends gab’s Pfannkuchen mit Vanilleeis im Pancake Parlor.

So, das war’s vorerst mit dem Update. Grüße aus Melbourne!

11
Mrz
10

Oz: Great Ocean Road

Hallo liebe Blogleser! Wir haben uns ein Auto gemietet und fahren jetzt bis zum 13. die Great Ocean Road entlang! Davor waren wir in Tasmanien, wo das Internet sauteuer war. Deshalb habe ich nicht geschrieben, aber es gibt mich noch.

Das Wetter ist kälter geworden (18 Grad in Melbourne) und die Great Ocean Road ist, wie der Name schon sagt, „great“. Zumindest der Teil, der am Meer entlang führt.

Grüße! :)

26
Apr
09

Nur Kaputte…

Ich wohne in einem sozialen Brennpunkt. Hier laufen allerlei seltsame Gestalten herum, und folgendes Gespräch mußte ich mir heute mit anhören, weil jemand lautstark hinter mir an seinem Mobiltelefon geredet hat:

„Ey, Mann ey, man kann echt niemandem mehr trauen. Man kann echt niemandem trauen. Meine Ex… also die beste Freundin von meiner Ex… also, nee, von meinem besten Freund die Freundin, die kennt meine Ex. Und meine Ex hat mir voll die komische SMS geschickt, daß sie mich vermißt und so, und dann hab ich der Freundin von meinem besten Freund gesagt, ‚Ey, hör mir auf mit der Schlampe‘, und die erzählt die das meiner Ex. Du kannst echt niemandem mehr trauen!
…. Wie, na und?…
… Ey, die hat mir ’ne SMS geschickt und dann hab ich die angerufen, ‚ey, was hastn du für’n Problem?‘ und die meint, ‚Du hast mich ’ne Schlampe genannt,‘ und ich so, ‚Nee, ich hab Dich ’ne ***** genannt!'“

Ach ja. Die Jugend für heute. Man kann halt niemandem mehr trauen.