Archive for the 'Bücher' Category

19
Jan
13

Was ich 2012 gelesen habe

Da ich gerade so schön dabei bin und eben mein englisches Blog mit einem neuen Eintrag versehen habe, will ich es dem deutschen Blog mal eben gleichtun. Hier sind die 12 Bücher (nach meiner Zählung…), die ich 2012 gelesen habe:

  • Young Miles von Lois McMaster Bujold
    Wer Science-Fiction mag und dazu einen Helden, der nicht perfekt ist, sollte sich diese Reihe mal genauer ansehen. Miles Vorkosigan ist ein Krüppel, der das Glück hat, in eine bedeutende Familie geboren worden zu sein und er beweist sich auf seinen Abenteuern im Weltall. In diesem Buch sind drei Bücher/Geschichten vereint, und da ich zwei von ihnen gelesen habe, zähle ich das Buch als zwei gelesene Bücher. Ich darf das.
  • Unbearable Lightness von Portia de Rossi
    Hier beschreibt Portia de Rossi, wie sie jahrelang an Magersucht gelitten hat. Es ist autobiographisch und direkt, aber außer der Magersucht schreibt sie von relativ wenig. Muß sie eigentlich auch nicht. Für jemanden wie mich, der sich noch nie genauer mit dem Thema beschäftigt hat, ist es sehr interessant zu lesen, wie einen diese Krankheit komplett vereinnahmt und man trotzdem gar nicht versteht, dass man ein Problem hat. Daher würde ich das Buch durchaus empfehlen. Man freut sich natürlich, dass es der Portia inzwischen wieder besser geht.
  • Fang Girl von Helen Keeble
    Ein Jugendroman, den ich auch nur aus einer Empfehlung heraus gelesen habe. Erstaunlich gut und durchaus empfehlenswert. Das Buch handelt von einer 15-jährigen, die eines Tages als Vampir im Sarg aufwacht. Toll ist, wie hier alle Vampirklischees mit viel Witz auf die Schippe genommen werden. Sehr unterhaltsam.
  • Dear Fatty von Dawn French
    Dieses Buch hab ich hautpsächlich deshalb gelesen, weil es viele positive Rezensionen gibt und ich mal ein paar Autobiografien lesen wollte. Allerdings gefällt einem das Buch vermutlich besser, wenn man ein Fan von Dawn French ist. Einige Geschichten waren schon interessant, ihr Leben auf dem Internat, wie sie mit dem Selbstmord ihres Vaters umgeht, wie sie ihren Mann kennengelernt hat. Nachdem ich jedoch  gelesen hatte, dass sie sich kurz nach Erscheinen des Buches von ihrem Mann getrennt hat, sind die ganzen Passagen darüber, wie gern sie ihn hat und wie toll es ist, dass sie all ihre Differenzen überbrücken können, irgendwie nicht mehr so gut. Auch die Briefe, die sie zwischendrin immer als andere Presönlichkeit schreibt, haben mir nicht gefallen. Insgesamt würde ich das Buch nicht uneingeschränkt empfehlen.
  • Just Kids von Patti Smith
    Das beste Buch, das ich 2012 gelesen habe. Ich wusste von Patti Smith nur, dass sie „Because the Night“ gesungen hat, aber das Buch wurde allenthalben empfohlen, also war ich neugierig. Es beschreibt wirklich schön das Künstlerleben in New York zu Zeiten Andy Warhols, was allein schon faszinierend ist. Aber dann beschreibt es auch noch, wie sie und Robert Mapplethorpe (von dem ich noch nie irgendwas gehört hatte) gelebt haben, in ebendiesem Milieu, und da kann ich wirklich nur sagen: Das Buch muss man gelesen haben!
  • The Time Traveler’s Wife von Audrey Niffenegger
    Pfui. Ich hab mich schon vorher mal über dieses Buch beschwert und habe es nach 50 oder 60 Seiten abgebrochen, weil ich nicht weiterhin mein Leben damit verschwenden wollte… Die Charaktere sind mir ziemlich unsympathisch, außerdem reden sie alle gleich und die Geschichte ist langweilig erzählt. Dann kriegt man den Eindruck, als hätte sich die Autorin quasi selbst als Heldin in den Roman geschrieben und sich den andren Typen als ihren perfekten Freund ausgedacht. Das Buch ist eher auf Fan-Fiction-Niveau und ich verstehe wirklich nicht, warum es so erfolgreich war. Finger weg!
  • The Burglar in the Rye von Lawrence Block
    Mit den Geschichten über Bernie Rhodenbarr kann man eigentlich nichts falsch machen. Sie sind unterhaltsam geschrieben und die Figuren und die Dialoge sind gut, und ich mag die Idee eines Romanhelden, der Einbrecher von Beruf ist.
  • Catch Me If You Can von Frank Abagnale
    Dieses Buch habe ich im Urlaub auf der Hängematte gelesen und es ist ebenfalls sehr unterhaltsam und interessant. Es basiert auf der wahren Geschichte eines Scheckbetrügers, der sich als Pilot ausgegeben hat und die ganze Geschichte, wie ihm all das gelungen ist, ist wirklich faszinierend. Enttäuschend ist nur, anschließend zu erfahren, dass nicht alles darin wahr ist und Abagnale selbst meinte, dass er das Buch eher als Hollywoodgeschichte sieht und dass sein Leben in Wirklichkeit schon anders war.
  • Notes from a Big Country von Bill Bryson
    Bill Bryson ist lustig und unterhaltsam und dieses Buch über sein Leben in den USA ist wirklich empfehlenswert. Es ist im Prinzip eine Sammlung an Artikeln, die er für eine britische Zeitung geschrieben hat über sein Leben, nachdem er nach vielen Jahren wieder in seine Heimat (USA) gezogen ist. Wirklich lustig und empfehlenswert!
  • The Perks of Being a Wallflower von Stephen Chbosky
    Dieses Buch war lange Zeit mein Lieblingsbuch und ich habe es jedem empfohlen, den ich gesehen habe. Irgendwem muss es so gut gefallen haben, dass er das Buch gleich behalten hat, darum hab ich es mir letztes Jahr noch einmal gekauft, um es wieder jemandem auszuleihen. Anschließend habe ich es selbst noch einmal gelesen, um mein Gedächtnis aufzufrischen, bevor der Film rauskommt. So gut wie beim ersten Lesen (vor vielleicht 10 Jahren) fand ich es nicht mehr, vielleicht weil ich älter geworden bin und mich Geschichten über die High School nicht mehr so ansprechen. Empfehlen würde ich es trotzdem noch! Den Film habe ich bisher aber immer noch nicht gesehen.
  • The Passage von Justin Cronin
    The Passage hatte ich im englischen Buchladen an der Frankfurter Hauptwache billig gesehen und gleich gekauft. Den Buchladen gibt es leider nicht mehr – da ist jetzt ein Mietwagenladen drin, denn davon kann man in Frankfurt ja nie genug haben… Was für eine Bereicherung… Wie dem auch sei, The Passage ist wirklich gut, wenn auch mit über 800 Seiten abschreckend lang. Es lohnt sich aber, aus vielen verschiedenen Blickwinkeln über eine globale Katastrophe zu lesen. Nur zwei Dinge mochte ich nicht: 1. dass es ein paar „übersinnliche“ Dinge gab, die wissenschaftlich nicht erklärbar waren, wobei im Rest des Buches alles durchaus genau erklärt wurde, und 2. dass es einfach zu viele Leute gab und man irgendwann keine Ahnung mehr hatte, wer wer war. Trotzdem empfehle ich das Buch.
  • Ich habe den Todesengel überlebt: Ein Mengele-Opfer erzählt von Eva Mozes Kor
    Auf Anraten meines Vatis hin habe ich dieses Buch gelesen und ich kann nur sagen, es ist wirklich schrecklich. Es ist ein wirklich gutes Buch, aber alle Bücher über den Holocaust sind ja irgendwie furchtbar, und man will sie einerseits gar nicht lesen, andererseits sollte man es aber allein schon deshalb, um sich zu informieren. Jeder sollte das Buch lesen um zu erfahren, was für schreckliche Sachen damals passiert sind. Da wird eine vorher von allen gemochte Familie plötzlich zu Außenseitern gemacht, Leute werden schlimmer als Tiere behandelt, ohne zögern ermordet, misshandelt, von einem sadistischen Mann mit pseudo-wissenschaftlichen Ambitionen gequält… Es fehlen einem einfach die Worte.

All das hab ich 2012 gelesen, über Anregungen und Kommentare freue ich mich immer, also her damit. Auch Buchvorschläge nehme ich gerne entgegen.

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20
Jun
12

Buch: The Time Traveller’s Wife

Nachdem ich mit Patti Smiths Just Kids durch war, stellte sich die Frage, was ich als Nächstes lesen soll. Erst wollte ich noch einmal The Perks Of Being A Wallflower von Stephen Chbosky lesen, was mir vor Jahren schon sehr gut gefallen hat und bald verfilmt wird. Aber im letzten Moment habe ich mich doch für The Time Traveller’s Wife entschieden, weil ich meinte, es sei mir von irgendeiner Freundin mal empfohlen worden. Beide Bücher hatte ich vor ein paar Monaten bei bookdepository.co.uk bestellt (die sind günstig und liefern weltweit kostenlos!).

Inzwischen bin ich auf Seite 40 und muß sagen, das Buch überzeugt mich so gar nicht. Die Charaktere sind uninteressant, manchmal erwähnt sie irgendwelche Details, wenn jemand eine Geschichte von vor vielen Jahren erzählt (im Sinne von „wir sind zum Museum gefahren und haben einen Parkplatz gesucht und das Museum hatte blauen Teppichboden“). Und dann macht sie das, was ich an Büchern hasse, wo jemand Essen geht und sie reden ein paar Sätze und dann ist das Essen vorbei und sie gehen, als ob die Leute so schnell essen oder so wenig reden. Wenn sie Zeit hat, den Teppich zu beschreiben, warum dann nicht um zu sagen, daß die Charaktere noch ein Bier getrunken und geplaudert haben, bevor sie gegangen sind?

Vielleicht lese ich noch ein paar Seiten, bevor ich mich einem anderen Buch zuwende. Allerdings habe ich noch nicht wieder herausgefunden, wer mir das Buch damals empfohlen hat. Im Nachhinein will es immer niemand gewesen sein…

19
Jun
12

Buch: Just Kids von Patti Smith

Letzte Woche habe ich Just Kids von Patti Smith gelesen. Ein ausgezeichnetes Buch. Ich wußte vorher nur, daß sie mit Bruce Springsteen zusammen „Because The Night“ aufgenommen hat. Und daß ihr Buch so toll sein soll.

Das Buch gibt einen Einblick in ihr Leben und generell in das Leben von Künstlern in New York in den 60er und 70er Jahren. Patti Smith war und ist eine Künstlerin durch und durch und erzählt auch die Geschichte des Künstlers Robert Mapplethorpe, die untrennbar mit ihrer eigenen Geschichte verbunden ist. Über ihn wußte ich vorher auch nichts.

Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.

07
Jan
09

Das fünfte Paar (Herzbube) von Patricia Cornwell

Vor ein paar Tagen habe ich obiges Buch fertiggelesen, und ich kann es durchaus empfehlen. Ich habe schon die zwei vorherigen Teile aus Patricia Cornwells „Kay Scarpetta“-Reihe gelesen, die mir auch sehr gut gefallen haben.

Bei den drei Romanen von Patricia Cornwell, die ich bisher gelesen habe, kommt man nicht umhin, mitzurätseln, und es ist immer schön, zu sehen, wie sich die Geschichte langsam entfaltet und immer mehr Sinn ergibt, welchen Spuren wie nachgegangen wird, etc.

Interessanterweise soll Patricia Cornwells erster Roman mehrfach abgewiesen worden sein, bis sie irgendwann den Tip bekam, ihre Hauptfigur – die damals noch männlich war – weibllich zu machen. Gesagt getan, und inzwischen fährt die Frau einen Ferrari, hat diverse Häuser und ein eigenes Flugzeug, und kann 6 Millionen Dollar in den Versuch investieren, herauszufinden, wer Jack The Ripper war.

22
Mai
08

PicLens Firefox Add-On

<< Books I’ve Read (PicLens kompatibel) >>
<< Piclens Publisher >>
<< PicLens Add-On für Firefox >>

In meinem englischen Blog habe ich bereits hingewiesen, daß es ein sehr geniales Add-on für Firefox gibt, mit dem man sich Photos als 3D Photowand darstellen lassen kann. Es ist das PicLens Add-On, und natürlich ist es gratis und schnell installiert. Inzwischen ist es sogar schon mit YouTube-Videos kompatibel!

Jetzt gibt es auch den Piclens Publisher, mit dem man ganz einfach seine eigenen PicLens-Gallerien erstellen kann. Die kann man dann entweder als Webseite hochladen, oder einfach auf dem PC belassen um damit einfach und schön seine Urlaubsbilder oder was man sonst auf der Festplatte hat, anzusehen.

Ich hab den PicLens Publisher natürlich schon ausprobiert und damit meine Liste meiner gelesenen Bücher verschönert. Schaut sie doch mal an!

01
Mai
08

Gelesenes

Hiermit will ich kurz darauf verweisen, daß ich jetzt eine supertolle wunderbare Seite gemacht habe, mit kleinen Bildern von den Büchern, die ich gelesen habe. Es sind zwar nicht alle Bücher, die ich je gelesen habe, sondern nur die, die ich zuhause hatte und schon gelesen habe (also keine ausgeliehenen Bücher oder Büchereibücher oder was nicht noch alles), aber immerhin. Ich finde die Idee gut und will jetzt jedes Buch, das ich lese, der Liste hinzufügen. Und wenn ich das Buch dann doch irgendwann verschenke, verkaufe oder sonst irgendwie loswerde, dann mache ich einfach einen gelben Rahmen darum.

Der Link ist oben auf dieser Seite unter dem roten Banner bei „Gelesenes“ zu finden, oder alternativ könnt ihr Faulpelze auch einfach hier klicken um meine tolle Seite zu besuchen.

28
Jan
08

U-Bahn Bücher #5

Da ich in letzter Zeit immer keine Buchtitel erkannt habe, will ich hier mal die Statistik meiner Informantin aus Argentinien nennen:

Meist gelesenes Buch: „El perfume“ von Patrick Süskind (2 Leserinnen)
Meist gelesene Autoren: Zygmunt Bauman (2); John Katzenbach (2); Stephen King (2); Patrick Süskind (2); Irvin Yalom (2)

Wer? Mal sehen. Patrick Süskind ist ja bekannt. Das Parfum wurde neulich verfilmt, aber den Film fand ich im Vergleich zum Buch eher enttäuschend. Im Buch ist Grenouille ein abscheulicher, widerwärtiger Mensch, im Film ist er eher der arme Kerl, der einem leid tut und der ja alles nur aus Liebe gemacht hat. Doof.
Von Zygmunt Bauman, John Katzenbach und Irvin Yalom habe ich vorher noch nichts oder kaum etwas gehört. Stephen King kenn ich dagegen natürlich, auch wenn ich von ihm glaube ich noch nie etwas gelesen habe. Neulich hätte ich mir fast sein Pop-Up-Buch The Girl Who Loved Tom Gordon für um die 10,- EUR in einem Museumsladen gekauft, aber dann habe ich gezögert, und als ich wiederkam, war das Buch schon weg.

Und, was wird bei DIR gelesen?