Archiv für September 2010

28
Sep
10

Oz: Whale Watching

Heute war Whale Watching angesagt. Für $68 ging es drei Stunden lang mit einem großen Boot ab Circular Quay los, und wir hatten viel Glück. Normalerweise springen die Wale nicht viel herum habe ich mir sagen lassen, aber wir haben bestimmt fünf oder sechs Sprünge gesehen. Auch sonst haben die beiden Wale oft mal ihre Flossen gezeigt und einmal ist einer der Buckelwale direkt unter dem Boot durchgeschwommen und man hat ihn gut durch das klare Wasser gesehen. Natürlich war auch viel Warten angesagt, denn die Wale können lange die Luft anhalten, aber alles in allem hat es sich durchaus gelohnt. Sogar ein paar gute Fotos sind mir gelungen!

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10
Sep
10

Oz: Abendessen im Old Fitzroy Hotel

Heute möchte ich etwas über das Old Fitzroy Hotel schreiben. Wir hausen ja momentan im Asylum Hostel in Kings Cross, was allein deshalb schon sehr praktisch ist, weil man sowohl ein kostenloses Frühstück bekommt (Toast oder Frühstücksflocken), als auch ein kostenloses Abendessen im Old Fitzroy Hotel gleich um die Ecke. Da wir schon seit ein paar Wochen hier sind, haben wir auch fast jeden Abend dort gegessen. Ihr Essen ist lecker!

Mit dem Essensgutschein kann man ein kleines aber leckeres Abendessen bekommen: ein Würstel mit Pommes, den Satay-Reis oder ein kleines Laksa, also eine scharfe Suppe mit Nudeln. Wie gesagt, das Essen is dann recht klein, aber kostenlos.

Wenn man aber normal Hunger hat, kann man mit dem Gutschein für 6 Dollar extra jede beliebige Speise von der Speisekarte bestellen. Für ein ordentliches Abendessen ist das meines Erachtens ein guter Preis. Besonders lecker ist ihr Cheeseburger – ein Traum! Nur ein einziges Mal bekam ich einen Cheeseburger, bei dem das Brötchen etwas angebrannt war. Das wird nämlich angetoastet. Es gibt auf der Speisekarte auch einen Fitzroy Burger mit Ei und Speck, was andere Restaurants wohl als einen Burger mit „the lot“ bezeichnen würden. Wieso jemand Ei auf seinen Burger haben möchte ist mir jedoch schleierhaft. Jeder wie er meint.

Mein anderes Lieblingsessen dort ist das Gado Gado bzw. das Bean Curd Curry. Dabei handelt es sich um Reis mit viel Gemüse (Kartoffeln, Karotten, Broccoli, Bohnen, Blumenkohl, Tofu, etc. – Ist Tofu ein Gemüse? Wer weiß…), wobei das Gado Gado eine Erdnußsoße hat, das Bean Curd Curry eine Currysoße. Beides ist äußerst lecker.

Angeblich ist das Old Fitzroy jedoch für seine Laksas berühmt, die zwar durchaus gut schmecken, sich aber etwas schwierig essen lassen. Außerdem überzeugen mich die dünnen Nudeln nicht so, und die ganze Würze ist dann immer auf dem Suppenboden. Daher esse ich das fast nie.

Sonst gibt es noch Rumpsteak, das meiner Schwester schmeckt, leckere Fish & Chips, gute Tintenfischringe, schmackhaften „Prawn Fried Rice“ und – für alle Hühneresser – Hühnerschnitzel, Hühnchen süß-sauer und Satay-Huhn, die alle von meiner Schwester als gut befunden wurden.

Das Einzige, was das Old Fitzroy verbessern könnte, ist der kleine Salat, der bei manchen Gerichten mit auf den Teller kommt. Der ist nämlich ganz ohne Dressing. Ansonsten hab ich aber keine Beschwerden, nur Lob!

04
Sep
10

Oz: Sydney bei Nacht

Wir sind noch immer in Sydney, wo jetzt der Frühling angefangen hat. Einen Tag lang war es auch wunderbar sonnig und warm, aber seit drei Tagen ist es wolkig und regnerisch und man weiß gar nicht, was man den ganzen Tag so machen soll. Nachdem das mit der Arbeit nicht so geklappt hat, wie wir uns es gedacht haben, werden wir nächste Woche eventuell mal planen, wie wir den Monat noch sinnvoll nutzen können. Ende des Monats kommt ja Besuch aus Deutschland, da müssen wir unbedingt in Sydney sein, und vielleicht fallen uns bis dahin noch ein paar Ausflüge ein, die wir unternehmen könnten. Im Oktober bis Anfang November könnten wir dann die Ostküste erkunden, im November dann vielleicht noch nach Neuseeland, und dann hätten wir alles gesehen, bis es im Dezember wieder in die Heimat geht.

Am eben erwähnten sonnigen, warmen Tag sind wir abends noch durch Sydney gezogen und haben die Stadt mal bei Nacht fotografiert. Ein Stativ wäre nicht schlecht gewesen, aber wer will das schon ein Jahr lang herumtragen? Auch ohne habe ich gelegentlich mal eine feste, mehr oder weniger ebene Fläche zum Abstützen gefunden. Der Brunnen ist der „Archibald Brunnen“ im Hyde Park von Sydney, den der Herr Archibald sich in seinem Testament gewünscht hat. Opernhaus und Harbor Bridge sollten ja bekannt sein.

Unsere neuen Mitbewohner aus England sind zwar eigentlich ganz nett und zumindest einer davon gelegentlich auch gesprächig, aber heute sind sie um 4 Uhr morgens betrunken heimgekommen und haben sich bestimmt noch 20 Minuten laut unterhalten, bevor sie endlich eingeschlafen sind. Da vermisse ich doch langsam mein eigenes Zimmer, die Ruhe, mein eigenes Bett. Und ich freue mich darauf, wenn ich nicht mehr aus meinem Rucksack leben muß…