Archiv für Februar 2010

26
Feb
10

Oz: Melbourne und Tasmanienplanung

Wir sind noch immer in Melbourne. Seit dem letzten Eintrag haben wir nicht sonderlich viel gemacht, außer das Eureka Skydeck besucht. Das ist ein Wolkenkratzer, und im 88. Stockwerk kann man dann, für um die $15, den Rundumblick über Melbourne genießen. Da oben hat es mir gut gefallen, von da sah die Stadt auch viel schöner aus. Man kann auch an einem kleinen Eck mal an die frische Luft (sonst ist man hinter Glas), und wenn man extra zahlt kann man auch in einen Glaswürfel, der quasi am Wolkenkratzer angebracht ist und einen Glasfußboden hat. Was daran so toll sein soll, daß man nochmal $15 extra zahlen würde, ist mir aber nicht ganz klar.

Außerdem haben wir gestern eine Flußrundfahrt auf dem Yarra River gemacht, die ganz nett war, und wir waren nochmal beim Queen Victoria Market, wo es ziemlich viel Ramsch, aber auch Obst und Gemüse gibt. Es gibt da viele T-Shirts für nur $5, ein paar sehen sogar ganz nett aus, aber da ich ja alles, was ich kaufe, mit mir herumtragen muß, habe ich mir nicht noch ein T-Shirt gekauft.

Den halben Abend haben wir dann im Reisebüro verbracht, weil wir nach Tasmanien reisen wollen. In diesem Reisebüro, das unter dem Nomads All Nations Hostel ist, buchen sie allerdings keine Flüge, aber sie waren sehr nett und engagiert und haben uns ihren Laptop zwecks der Flugbuchung überlassen. Wie aber schon bei unserem Versuch in Sydney, wollte Tiger Airways einfach unsere Kreditkarten nicht akzeptieren, weshalb wir ewig rumgemacht haben, ohne Ergebnis. Die nette Reisebürodame (Ashley) hat dann sogar bei Tiger Airways angerufen, um zu sehen, ob es da vielleicht geht, aber nachdem wir lange umständlich mit einem Inder, der kein Wort verstanden hat (und den wir nur schlecht verstanden haben) geredet haben, sind dann doch wieder beide Kreditkarten abgelehnt worden. Also gut, wenn Tiger unser Geld nicht will, dann schmeißen wir es eben dem teureren Jetstar (oder so) in den Rachen.

Als das dann endlich geklärt war, hat Ashley uns noch ein Hostel in Tasmanien gebucht. Außerdem wollen wir eine Tour machen, die etwa 5 Tage dauert (inklusive Hostel), weil man angeblich mit Bussen nicht besonders gut bzw. günstig durch Tasmanien kommt. Schade eigentlich, aber ich hoffe, die Tour taugt etwas. Sie ist vergleichsweise günstig, aber trotzdem recht teuer, wenn man sich das mal überlegt. Wir hatten einen veralteten Prospekt, in dem sie für $495 stand, aber wir sollen sie jetzt für $520 statt dem noch etwas teureren Originalpreis bekommen, was ja auch nicht schlecht ist. Aber da geht es hin, das schöne Geld.
Ansonsten buchen wir noch einen Tagesausflug für Sonntag für $99, dessen Einzelheiten mir jetzt komplett entfallen sind. Aber irgendwas müssen wir schon machen, damit wir uns nicht zu sehr langweilen. Wenn wir jedenfalls aus Tasmanien wiederkommen, wollen wir vielleicht ein Auto mieten und die Great Ocean Road etwas entlangfahren. Und danach müssen wir uns echt mal um Arbeit kümmern, weil immer nur Geld ausgeben ist auf Dauer auch nicht das Wahre. :)

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24
Feb
10

Oz: Müll in Melbourne

So war das heute vorm Fenster:
Garbage Truck Rollover video

24
Feb
10

Oz: Bondi, Blue Mountains, Melbourne

Viel ist passiert, seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Beispielsweise waren wir am Bondi Beach, der etwa 40 Minuten von der Innenstand Sydneys entfernt ist und an dem sich viele Surfer und Badebegeisterte tummeln. Allerdings sind wir an einem regnerischen Tag hingekommen und so hat mich der Strand nicht so fasziniert. Natürlich ist es auch teuer, am Strand etwas zu essen. Die Pizza Margherita kostet da etwa ab 18$ aufwärts. Wir haben also nur einen Oreo McFlurry gefuttert, haben uns alles angeschaut und sind etwas herumgewandert und dann wieder zurückgefahren. Das Busfahren in Sydney ist insofern etwas schwierig, da die Stationen nicht durchgesagt werden und auch selten angeschrieben sind. Ich sehe da Verbesserungsbedarf.

An einem anderen Tag haben wir eine Exkursion zum Featherdale Wildlife Park gemacht. Man muß dazu von Sydney aus mit dem Zug etwa eine Stunde fahren, bis nach Blacktown, und dann in einen Bus umsteigen. Klingt komplizierter, als es ist. Das tolle am Featherdale Park ist, daß die Wallabys da zum Teil frei herumlaufen und man sie streicheln kann und Fotos machen kann. Auch ein Koala sitzt immer gesondert draußen auf einem Bäumchen, damit sich die Touristen mit ihm ablichten lassen können und sein flauschiges Fell anfassen können. Im Gegensatz zu anderen Parks kostet das auch nicht extra. Es gibt viele Koalas und Wallabys im Featherdale Park, Pinguine, Wombats, einige Flughunde und Ameisenbären, Emus (die auch frei herumlaufen), Dingos, Kassoware und ein paar Tasmanische Teufel. Insgesamt wirkt der Park etwas provinzieller als Sydney Wildlife World, und die Vogelkäfige behindern die Sicht auf selbige schon recht stark. Aber ich finde, der Park lohnt sich alleine für die Wallabys und Koalas. Und die Wombats sind auch besonders süß, aber leider sind die offenbar bissig und deshalb laufen sie nicht frei herum und man darf sie auch nicht streicheln.

Zu guter Letzt haben wir auch noch einen Ausflug in die Blue Mountains gemacht, was recht anstrengend aber lohnend war. Dahin braucht man ca. 2 Stunden mit dem Zug (nach Katoomba) und von dort kann man zum Echo Point laufen, wo man eine tolle Aussicht hat, wenn man sich erstmal durch die Touristen kämpft (von denen wir natürlich auch welche waren :)). Da sieht man dann auch die Three Sisters, drei markante Felsen, und bei den Three Sisters geht dann auch der Giant Stairway bis nach unten ins Tal auf den Waldboden. Der hat etwa 900 Stufen und das ist auch beim Herunterlaufen erstaunlich anstrengend. Viele gehen ihn hinunter, da sieht man dann nichts außergewöhnliches, und dann laufen sie die 900 Stufen wieder hoch. Puh! Wir sind stattdessen den Weg im Tal entlang und dann später mit einem kleinen Abteil auf Rädern nach oben gefahren für 10$. Das allein war schon eine Erfahrung, weil das kleine Wägelchen wirklich sehr steil nach oben hochgezogen wird. Dann sind wir noch bei den Katoomba Falls vorbei und zurück nach Katoomba zum Bahnhof. Im Prinzip sind wir den ganzen Tag gelaufen, außer der einen oder anderen kurzen Rast auf einer Bank. Kein Wunder, daß ich dann am nächsten Tag Muskelkater hatte.

Inzwischen sind wir nach Melbourne weitergereist, wo mein Internetzugang etwas beschränkt ist. Zum Glück gibt es im Federation Square kostenloses WiFi, sonst wäre ich ja ganz abgeschnitten… (jaja, die Sucht).

In Melbourne ist es etwas langweiliger als in Sydney und die Stadt ist an sich auch nicht so schön. Aber wir waren gestern im Polizeimuseum, was mir sehr gut gefallen hat und jetzt weiß ich endlich mehr über den Ned Kelly, der von manchen hier als Held gefeiert wird, dabei war er eigentlich nur ein brutaler Verbrecher.

Unser Hostel ist so laut, daß wir nicht mal mitbekommen haben, als direkt vor unserem Fenster ein Lastwagen umgefallen ist. Wir haben uns nur zu früh über den Baustellenlärm geärgert und als wir aus dem Fenster sahen, lag ein umgestürzter Anhänger da und all der Müll, den er geladen hatte, lag auf der Straße und wurde gerade mit Baggern aufgeräumt. Der Laster viel praktischer Weise direkt auf die Straßenbahngleise.

Das waren so die Geschehnisse der letzten Tage. :)

13
Feb
10

Oz: Australisches Museum

Heute war ein regnerischer Tag, an dem wir morgens lange im Hostel waren. Wir wollten eruieren, wie morgen die Züge zu den Blue Mountains (nach Katoomba) fahren, damit wir diese selbst erkunden können. Es werden auch viele Fahrten angeboten, die teils auch am Featherdale Park anhalten, der mich sehr interessieren würde, aber bei solchen Fahrten weiß man nie, wie viel Zeit eingeplant ist und ob man nicht einfach von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt gehetzt wird. Jedenfalls färt wegen Gleisarbeiten ein Bus anstelle eines Zugs, also haben wir beschlossen, bis Montag zu warten, wenn die Gleisarbeiten wieder vorbei sind.

Platypusskelett

Platypusskelett (klick für große Version)

Anschließend ging es an einer Kundgebung gegen Scientology vorbei und an ein paar Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr, bis wir dann einen Halt beim Starbucks gemacht haben, um uns mit einem Grande Caramel Frappuccino abzukühlen. Dann machten wir uns auf zum Australischen Museum.

Homo sapiens mit Hund

Homo sapiens mit Hund, Vogel, Katze (klick für große Version)

Das Museum hat mit Gutschein aus einem der vielen kostenlosen Infobroschüren statt $12 nur $9.60 gekostet, was sich meines Erachtens schon allein für die Skelettsammlung gelohnt hat. Es gab Skelette zu den verschiedensten Tieren und auch das menschliche Skelett hat nicht gefehlt.

Ansonsten gab es viele austestopfte Tierchen, viele Vögel, eine große Mineralsammlung, Dinosaurier und einiges über die gefährdeten Arten von Tieren in Australien.

Nicht zu vergessen ist der Platypus zum Anfassen in der „Search & Discover“-Ausstellung.

Platypus

Platypus (klicken für große Version)

Danach ging es nach einem kurzen Aufenthalt im Hyde Park wieder zum Hostel zurück und damit war der Tag auch schon fast wieder vorbei.

12
Feb
10

Oz: Royal Gardens, Pancakes, etc.

Gestern haben wir eine Führung durch die Royal Botanic Gardens mitgemacht, die sehr interessant und informativ war. Der freiwillige Herumführer wußte zu fast jedem Baum und Pflänzchen eine Geschichte zu erzählen und ich weiß jetzt, wie faszinierend die Farne sind, daß die Flughunde in den Gardens die Bäume kaputtmachen und umgesiedelt werden sollen, und daß der Bella Sombra schnell wächst und viel Schatten spendet.

Anschließend sind wir auf einen Tip hin zu Pancakes on The Rocks gegangen, da gab es Pfannkuchen und Crepes und Shakes. Ich habe „The Ultimate“ bestellt:

The Ultimate bei Pancakes on the Rocks

The Ultimate bei Pancakes on the Rocks

Danach waren wir noch im Sydney Observatory und haben uns die Sonne durch ein Teleskop angeschaut. Danach gab es einen 3D-Film über Asteroiden.

Heute haben wir dann erst einen Flug nach Melbourne gebucht, und ein Hostel für 10 Tage, und alle wollen unser schönes Geld haben, und dann waren wir im Queen Victoria Building, einem etwas langweiligen Eikaufszentrum. Das Gebäude macht viel her aber innen gibt es fast nur überteuerte Kleidung.

Anschließend haben wir bei Hungry Jack’s einen Vanillemilchshake getrunken (auch auf einen Tip hin ;)), der war nicht übel. Dann ging’s zum Chinese Garden of Friendship, der zwar mit $6 Eintritt etwas teuer war, dafür daß es nur ein Park ist, aber er war auch recht schön. Der chinesische Garten ist da ein starker Kontrast zur Großstadt. Fehlt nur noch, daß sie auch den Großstadtlärm ausblenden können.

Chinese Garden

Chinese Garden

Da gab es auch mal wieder einen Ibis (Nahaufnahme vom Ibis).

Anschließend haben wir uns durch die Mittagshitze zum Star City Casino geschleppt, was letztendlich eine Enttäuschung war. Es gab viele Slotmaschinen und Rouletttische, aber es gab nicht etwa ein Thema, wie das in den Casinos in Las Vegas der Fall ist und man bekam auch keine kostenlosen Getränke. Das einzig Gute an Star City war, daß ich meinen Ausweis vorzeigen mußte, weil die Frau offenbar dachte, ich wäre noch nicht 18.

Anschließend sind wir mit der Monorail wieder etwas mehr in die Stadt gefahren und mit einem Stop im Hyde Park beim Pool Of Reflection wieder ins Hostel gelaufen. Ein weiterer Tag vorbei.

Am Mittwoch waren wir übrigens auf Manly mit der Fähre, aber das war enttäuschend. Die Aussicht war zwar schön, teilweise, aber die beste Aussicht hatte man vom Parkplatz aus und auch sonst waren nur teilweise Wanderwege gebaut, obwohl es ein Visitorcenter gab. Offenbar ist Manly eher für Autos ausgelegt, aber auch dann passt irgendwie nicht alles zusammen. Das Beste an Manly war jedenfalls das Eis, das wir uns gegönnt haben, und ich habe einen „Aussie Classic“ genommen, laut Verpackung, nämlich einen Icy Pole. Der schmeckt wie Limone und sieht so aus:

Icy Pole

Icy Pole

Das war’s für heute. Mehr Fotos gibt es hier.

09
Feb
10

Oz: Aquarium, Wildlife World und Hitze

Nachdem wir gestern eine entspannende Hafenrundfahrt gemacht haben, in The Rocks umhergeirrt sind und uns bei diversen Banken erkundigt haben, ob wir bei ihnen ein Konto eröffnen dürfen, haben wir heute das Sydney Aquarium und Wildlife World besichtigt. Kostet beides im Doppelpack 49,95 AUD, aber dafür sieht man ein echtes Schnabeltier umherschwimmen.

Platypus Info

Gibt es Schnabeltiere wirklich?

Meine Fotos sind alle verwackelt, aber die Wiki weiß mehr über Schnabeltiere.

Auch sonst gab es im Aquarium einiges zu sehen. Das Dugong, eine Art Seekuh, Haie, giftige Fische, Seepferdchen, Pinguine und lange Unterwassergänge, in denen man unter den Fischen durchgehen konnte.

Unterwassergang

Der Unterwassergang. Beeindruckend.

Die äußerst giftige Würfelqualle war auch vertreten, allerdings nur eingelegt und nicht lebendig. Dazu gab es eine Anleitung, wie man sich im Falle einer Berührung mit dem Tierchen verhalten muß. Man soll 30 Sekunden lang Essig über die Wunde schütten. Hoffentlich hat man da gerade genug Essig dabei!

Box Jellyfish.

Box Jellyfish. Eingelegt.

Auch im Wildlife World gab es einiges zu bestaunen. Die Kängurus waren aber allesamt faul und haben sich nicht mal zur Fütterungszeit aufraffen können. Es sah aus, wie nach einem Känguru Massaker.

Känguru Massaker

Känguru Massaker

Auch der Wombat war sehr niedlich und phlegmatisch, und die Koalas natürlich, die interessanter Weise zwei Daumen haben:

Two opposable thumbs.

Two opposable thumbs.

Nach dem Zoo sind wir dann noch zur Bank, haben ein Konto eröffnet, haben bei McDonald’s einen Oreo McFlurry gefuttert und waren etwas im Park gesessen. Im Hostelzimmer hatte es anschließend 34 Grad und ich habe versucht, die Hize mit einem Breakfast Juice zu bekämpfen. Es hat noch immer 29 Grad. Ob ich da einschlafen kann?

Hier sind nochmal alle Fotos!

06
Feb
10

Oz: Regen (Foto)

Das Beweisfoto. Aufgenommen aus dem Fenster des Asylum Sydney Hostels:

Regen aus dem Fenster des Asylum Sydney

Regen in Sydney (6. Februar 2010)