Archiv der Kategorie 'Gerede'

07
Okt
09

Schlaf auf dem Boden! Das ist hygienisch!

Ach ja, in der Werbeindustrie müsste man arbeiten. Da kann man sich lauter lustige Sachen ausdenken und meistens merkt’s keiner. Folgendes fand sich neulich im Newsletter vom Aldi:

Auf das Bild drücken für eine größere Version.

Man kann sich also dieses Hygienebett kaufen, und ist dann vor Bakterien, Pilzen und Milben geschützt. Auch wenn man nackig auf dem Fußboden, gleich neben dem Geschirr schläft. Hä?

17
Sep
09

Das Übersetzen von Zitaten

Ich sehe mir regelmäßig die Rachel Maddow Show online an, in der normalerweise wichtige Themen der US-amerikanischen Politik diskutiert werden. Allerdings gibt es auch einen Teil der Sendung, in der sie auf die vergleichsweise unwichtigen Dinge eingeht, die mal wieder so passiert sind.

Nun war es also so, daß Kanye West die arme Taylor Swift bei ihrer Dankesrede unterbrochen hat, um zu sagen, daß Beyoncé eigentlich viel cooler ist (Video). Das hatte dann zur Folge, daß Kayne West sich bei der Jay Leno Show anschließend entschuldigt hat und sich sehr mies gefühlt hat, als der Jay meinte, daß seine Mama bestimmt enttäuscht wäre. (Video). Dabei will er doch nur Menschen helfen, der Kanye! Wobei Miley Cyrus sagt, daß er das nur für die Publicity tut (Artikel).

Ist ja auch egal, eigentlich genauso egal wie die Tatsache, daß der Obama in einem inoffiziellen Gespräch den Kanye als einen – Achtung! – „Jackass“ bezeichnet hat (Audio).

Interessant wird es allerdings dabei, was sich heute in Google News fand:

Die Google-Ergebnisse zum Thema(Klicke auf das Bild für die größere Version)

Obama hat also das Wort „jackass“ verwendet, was laut Merriam-Webster bedeutet:
1 : donkey; especially : a male donkey
2 : a stupid person : fool

Laut http://www.dictionary.com steht es für:
1. a male donkey.
2. a contemptibly foolish or stupid person; dolt; blockhead; ass.

Es ist natürlich klar, was gemeint ist, je nach Zeitung oder Nachrichtenagentur wurde es nun also mit „Blödmann“, „Esel“ oder „Idiot“ übersetzt. Außerdem habe ich noch „Vollidiot“ und „Trottel“ gefunden. Für mich persönlich würde es im Deutschen einen Unterschied machen, ob mich jemand als Blödmann, Esel, Idiot, Vollidiot oder Trottel bezeichnet, wobei ich „Esel“ vermutlich noch am wenigsten schlimm fände.

Allerdings ist natürlich zu bedenken, daß ich ein Wort eventuell weniger schlimm empfinde, das andere Leute sehr beleidigend finden und umgekehrt. Genauso wie sich in den USA eventuell die Meinungen über „jackass“ unterscheiden. Die Amerikanerin meines Vertrauens listet einige Schimpfwörter nach dem Grad der Beleidigung folgendermaßen auf, wobei 1 tatsächlich das schlimmste, 6 das am wenigsten schlimmste Schimpfwort angibt (was ich jedoch am schlimmsten fände):

Fool —-1
Idiot—-2
Moron—3
Dunce—-4
JackA**—-5
A-hole—–6

Die Moral von der Geschichte ist, daß es schwierig ist, sein Zitat richtig zu übersetzen, genauso wie es sehr schwierig ist, alles andere genau so zu übersetzen wie es gemeint war.

Insgeheim habe ich diesen Artikel aber nur geschrieben, um zu meinem neuen Lieblingsvideo zu verlinken, daß sich auf den You lie!-Zwischenfall und den Kayne-Zwischenfall bezieht. *kicher*

Obama!

05
Mai
09

Ich versteh’s nicht #1

Als ich heute von der Arbeit kam, stand eine Frau aus den oberen Stockwerken mit mir am Aufzug. Die oberen Stockwerke sind die richtig seriösen Betriebe. Immobilienfirmen. Gut gekleidete Menschen, die Herren in Anzug und Krawatte, die Frauen in Blusen und feinen Hosen oder Röcken. Die schauen mich schräg von der Seite an, wenn ich den Aufzug betrete, und drücken kommentarlos auf „[1]„.
Heute also, am Aufzug, stand ich geduldig wartend hinter der Dame im grauen Mantel. Der „nach oben“-Knopf war schon rot umrandet, also gedrückt. Und wie so oft dauert es etwas, und dann dauert es noch etwas, und dann hält sie es nicht mehr aus und drückt den roten Knopf nochmal.

WIESO?

Es dürfte doch jedem klar sein, daß die rote Umrandung bedeutet, daß der Aufzug unterwegs ist. Es sollte auch jedem klar sein, daß es überhaupt keinen Unterschied macht, ob ich den Knopf nur einmal drücke, oder ob ich ihn noch 24-mal drücke. Wieso also den Knopf nochmal drücken? Ob das eine Art Übersprungshandlung ist?

Ich versteh’s nicht.

04
Feb
09

Gerede: Der Pinguin-Effekt

Heute habe ich in der Arbeit dank meines Kollegen mal etwas nützliches gelernt, nämlich was der Pinguin-Effekt ist.

Der Pinguin-Effekt ist ein Netzwerkeffekt aus der Netzwerktheorie. Er beschreibt, dass frühe Nutzer aus einem Netzwerk oder Standard nur einen geringen Nutzen ziehen, weil noch nicht genügend andere Nutzer daran beteiligt sind. In der Folge kommt es zu einer abwartenden Haltung unter den potenziellen Nutzern und der Standard oder das Netzwerk kann in der Folge scheitern.
(Wikipedia)

Der richtig interessante Teil ist aber folgender:

Pinguin-Effekt leitet sich aus dem Verhalten von hungrigen Pinguinen ab, die in kleinen Gruppen am Rande des freien Wassers auf festem Grund verharren, anstatt ins Wasser zu springen und nach Nahrung zu suchen, weil im Wasser potenzielle Fressfeinde lauern könnten. Der einzelne Pinguin weiß nicht, ob sich tatsächlich Feinde im Wasser befinden. Sobald jedoch der erste den Sprung ins Wasser gewagt hat, können die noch abwartenden Vögel die Gefahr besser abschätzen (und gegebenenfalls selber ins Wasser springen), womit der Auslöser für den Pinguin-Effekt gegeben ist.
(Wikipedia)

Ohne den kleinen Querulanten, den Pinguin der sich sagt, „Ach, was soll’s“, würden alle Pinguine für immer am Rande des Wassers ausharren, bis sie irgendwann verhungern. Ein Hoch auf die Pinguin-Querulanten!

„Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world. Indeed, it’s the only thing that ever does.“ – Margaret Mead

12
Jan
09

Gerede: Bienen im BGB

Ordnung muß sein, ist meine Devise, und um Recht und Ordnung zu bewahren gibt es unter anderem das Bürgerliche Gesetzbuch, wo die Regeln festgehalten sind, die für geordnete Verhältnisse in unserer Bundesrepublik eingehalten werden müssen.

Im Prinzip sollte ja die Goldene Regel ausreichen: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Und deren Umkehrung: „Was du willst, das man dir tu, das tu den andern auch.“

Aber das BGB ist eben etwas ausführlicher, und folgende Paragraphen mag ich am meisten:

§ 961 Eigentumsverlust bei Bienenschwärmen
Zieht ein Bienenschwarm aus, so wird er herrenlos, wenn nicht der Eigentümer ihn unverzüglich verfolgt oder wenn der Eigentümer die Verfolgung aufgibt.

§ 962 Verfolgungsrecht des Eigentümers
1Der Eigentümer des Bienenschwarms darf bei der Verfolgung fremde Grundstücke betreten. 2Ist der Schwarm in eine fremde nicht besetzte Bienenwohnung eingezogen, so darf der Eigentümer des Schwarmes zum Zwecke des Einfangens die Wohnung öffnen und die Waben herausnehmen oder herausbrechen. 3Er hat den entstehenden Schaden zu ersetzen.

Es ist immer gut, wenn man über seine Rechten und Pflichten informiert ist.

29
Jul
08

Ein Boysenbeeren-Fleck

Heute ist ein schwüler Sommertag und ich habe einen Boysenbeeren-Fleck auf meinem T-Shirt. Der Fleck stürzte sich von einem Innocent Drink der Geschmacksrichtung Brombeere, Himbeere & Boysenbeere auf mein T-Shirt. Seitdem habe ich versucht, mehr über die seltsame Boysenbeere herauszufinden, einer „Rückkreuzung der Loganbeere mit der Himbeere und Brombeere, die erstmals dem US-amerikanischen Züchter Rudolph Boysen gelang“. Laut Wikipedia kann sie in Deutschland problemlos angebaut werden, aber ich habe nirgends im Internet ein Geschäft gefunden, das die Samen verkauft. Leider, denn ich würde sie gerne anbauen.

24
Apr
08

Die unmögliche Tatsache

Erstaunlicherweise ist in dieser deutschen Abteilung meines Blogs der Eintrag über Eugen Roth mit Abstand der beliebteste meiner Artikel. Mit zur Zeit 721 Lesern hat er inzwischen selbst den Tegan and Sara – The Con Artikel (483 Leser) hinter sich gelassen. Aus gegebenem Anlaß – und vor allem weil ich es gerade entdeckt habe – möchte ich heute noch ein Gedicht vorstellen, diesmal von Christian Morgenstern. Das Gedicht habe ich ursprünglich bei einer Diskussion bei Amazon.de entdeckt, und ich will es hier auch mit seiner englischen Übersetzung präsentieren.

Die unmögliche Tatsache (von Christian Morgenstern)
The Impossible Fact (Translation by Max Knight)

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

Palmstroem, old, an aimless rover
Walking while in deep reflection
At a busy intersection
Is run over.

»Wie war« (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
»möglich, wie dies Unglück, ja-:
daß es überhaupt geschah?

„How, now,“ he announces, rising
and with firmness death despising,
„can an accident like this
ever happen? What’s amiss?“

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

„Did the state administration
fail in motor transportation?
Under the police chief’s sway
Had the driver right of way?“

Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
umzuwandeln, – kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht -?«

„Isn’t there a prohibition,
barring motorized transmission
of the living to the dead?
Did the driver lose his head?“

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Tightly swathed in dampened tissues
He explores the legal issues,
And it soon is clear as air:
Cars were not permitted there!


Und er kommt zu dem Ergebnis:
»Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil«, so schließt er messerscharf,
»nicht sein kann, was nicht sein darf!«

And he comes to the conclusion:
His mishap was an illusion,
For, he reasons pointedly,
That which must not, can not be.

Hier gibt es mehr Gedichte von Christian Morgenstern. Viel Spaß!

05
Apr
08

Ordnung auf dem PC

Heute möchte ich mich einem meiner Lieblingsthemen zuwenden: der Ordnung. Ich habe sehr oft das Problem, daß ich feststellen muß, daß mein PC mal wieder zugemüllt ist. Irgendwie gelingt es mir nicht so recht, die perfekte Dateistruktur anzulegen. Also möchte ich heute mal fragen, wie Ihr eigentlich Eure Dateistruktur so anlegt? Ich ist ein Bild von der Dateistruktur auf meinem internen Laufwerk:


Dateistruktur

Ich bin sehr überrascht, festzustellen, daß ich einen „Celebrities“-Ordner habe! Das ist irgendwie auch das Problem. Den „Work-in-Progress“-Order habe ich vor Monaten angelegt und dann plötzlich irgendwann vollkommen vergessen, daß ich einen habe. Dafür wird mein „Download“-Ordner immer voller, weil alles erstmal dahin kommt, und ich es dann nie sortiere. So ideal ist das nicht.

Ich denke, die Idee mit den „(sichern)“-Ordnern ist sehr praktisch. So weiß ich dann immer, wovon ich noch eine Sicherheitskopie machen muß, und wenn ich mal eine Datei suche, dann gibt es nur zwei mögliche Ordner, in denen sie sein kann. Wenn es Musik ist, ist sie entweder im „Musik“-Ordner oder oder im „Musik (sichern)“-Ordner.

Folgende Fragen hätte ich mal ganz konkret:
1. Wie sortiert Ihr Eure Fotos/Bilder?
2. In welchen Ordner würdet ihre eine .txt-Datei mit einer Kurzgeschichte von Kurt Vonnegut tun?
3. Wohin mit einer To-Do-Liste im .xls-Format?
4. Wo speichert Ihr die Bilder, die ihr als Hintergrundbilder verwendet? (In meinem Fall Faith Background.bmp…)

Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

12
Mär
08

Trinkt mehr Wasser

Heute habe ich einen interessanten Artikel in den Weiten des Internets gefunden, der da heißt: 9 Great Reasons to Drink Water, and How to Form the Water Habit. Ich finde den Artikel sehr interessant und denke, daß man den Vorschlag, mehr Wasser zu trinken, unter normalen Umständen leicht in seinen Tagesablauf einbauen kann. So kann man seine „Lebensqualität“ verbessern, indem man einfach alle Stunde mal zum Wasserhahn geht und sich etwas Wasser zapft. In Deutschland muß man sich ja fürgewöhnlich auch keine Sorgen wegen der Wasserqualität machen, so daß man nicht die schlimmen Plastikflaschen benutzen muß, von denen laut Angaben von MSNBC 1997 etwa 3,3 Milliarden verkauft wurden, 2002 dagegen sogar schon 15 Milloiarden. Es gibt zwar auch das teure BIOTA Spring Water in Flaschen aus Mais, die – so sie recycelt werden – unter den richtigen Bedingungen in etwa 80 Tagen komplett verschwinden. Nur der Plastikdeckel ist dann noch übrig. Trotzdem finde ich Plastikflaschen nicht so überzeugend, aber wenn jemand sie kauft, dann soll er sie bitte recyceln. So wird dann vielleicht noch in China ein Pullover draus gemacht.

Der’9 Great Reasons To DrinK Water’-Artikel beschreibt, was Wasser für gute Auswirkungen hat. Man kann damit abnehmen (zum Einen, wenn man damit kalorienreiche Getränke ersetzt, zum Anderen, weil das Hungergefühl in Wirklichkeit oft vom Durst kommt), es ist gut fürs Herz, man fühlt sich fitter, man bekommt bessere Haut, die Giftstoffe werden ausgespühlt, etc.

Gewarnt sei nur vor dem übermäßigen Konsum von Wasser: Trinkt man viel zuviel Wasser in zu kurzer Zeit, kann man an Wasservergiftung sterben, was 2001 mal bei einem Wettbewerb um eine Wii passiert ist. (Hier zwei englische Artikel: Hold your Wee for a Wii und die traurige Geschichte vonCynthia Luceros Tod.)

Unter normalen Umstände können ein paar Liter am Tag aber nicht schade, ganz im Gegenteil, und ich würde mich natürlich freuen, wenn ich jemanden hiermit dazu motivieren könnte, mehr Wasser zu trinken. Eure Haut wird es mir danken.

04
Feb
08

Rästel

Ich bin dafür, daß „Rästel“ als Wort in den Duden übernommen wird. Ein Rästel ist das gleiche wie ein Rätsel, nur daß es lustiger klingt. Heute mußte ich in der Arbeit nämlich etwa 30-mal was von einem Rätsel schreiben, und etwa 20-mal davon habe ich versehentlich Rästel geschrieben. Das Schlimmste daran ist vielleicht, daß ich es nicht einmal gemerkt hätte, wenn ich nicht ausdrücklich darauf hingewiesen worden wäre. Ich nehme an, das hat etwas mit dem zu tun, was mein Uni-Professor „home blindness“ nennen würde (der kommt aus England, der darf das) – wenn ich also weiß, was da stehen sollte, und deshalb das lese, was ich erwarte, statt dessen, was tatsächlich dasteht. Vielleicht hat es auch was mit Quantenphysik zu tun und der Tatsache, daß die Welt so ist, wie wir sie uns vorstellen? :)

Wie dem auch sei, es erinnert mich an diesen Text:

Ncah enier nueen Sutide, die uetnr aerdnem von der Cmabirdge Uinertvisy dührruchgeft wrdoen sien slol, ist es eagl, in wlehcer Rehenifloge Bcuhstbaen in eneim Wrot sethen, Huaptschae, der esrte und ltzete Bcuhstbae snid an der rhcitgien Setlle. Die rsetclhien Bshcuteban kenönn ttoal druchenianedr sien, und man knan es tortzedm onhe Poreblme lseen, wiel das mneschilhce Gherin nhcit jdeen Bcuhstbaen enizlen leist, snodren das Wrot als gnazes.

Bzw. an den englischen Text dazu:

Aoccdrnig to a rseearch at Cmabrigde Uinervtisy, it deosn’t mttaer in
waht oredr the ltteers in a wrod are, the olny iprmoetnt tihng is taht the
frist and lsat ltteer be at the rghit pclae.
The rset can be a taotl mses and you can sitll raed it wouthit porbelm.
Tihs is bcuseae the huamn mnid deos not raed ervey lteter by istlef, but
the wrod as a wlohe.

Natürlich kann ich das nicht so stehen lassen, wenn ich weiß, daß das so gar nicht stimmt. Aber den Text finde ich trotzdem interessant.